Donnerstag, 29. August 2019

TAG 14 - 29. August

Guten Morgen,
gestern Abend hatte ich weder Lust noch Zeit zum Schreiben...
und da ich eh beizeiten wach bin...sitze ich jetzt am Läppi, während Walter noch schläft. Im Hotel ist noch alles ruhig. Da die Balkontür weit aufsteht, höre ich das Meer kräftig rauschen - der Blick nach draußen zeigt mir tüchtigen Wellengang an.
Hm nun muss ich erstmal überlegen.... was war gestern... die Eindrücke sind so vielfältig.. und der Kopf doch schon bisserl alt..😉😎.
Also natürlich morgens das Übliche... wir sind ja im Kururlaub...Wassergymnasik, Schwimmen, Frühstück, Kältetherapie und Ganzrückenmassage. Wir hatten beide das gleiche Programm. Gegen Mittag 12 Uhr waren wir mit den Behandlungen fertig. Statt Hinlegen .. stand heute der Besuch der Sauna auf unserem Plan.



Die Saunalandschaft hier ist sehr schön. Eine Dampfsauna, eine Finnische (richtig heiß) eine Kristallsauna und tja.. eine 4. an der stand nix.

Dazu ein großer Whirlpool und viele Möglichkeiten zu relaxen.. Liegen, 2 Wasserbetten, und , und, und....



und das Schönste man kann raus in dier Schwimmhalle dort schwimmen und auch auf dem Terrassenpool.


Allerdings gibt es kein kaltes Abtauchbecken... lediglich so einen hochhängenden Wasserzuber mit richtig kaltem Wasser. Um diese Zeit war es noch nicht so voll und da konnten wir unseren Körpern so richtig was gutes tun... Das Einzige was hier stört ist, dass die Polen ... trotz Hinweis am Eingang... nach wie vor in Badesachen in der Sauna sitzen... blöd irgendwie.
Bis so ca halb 2 hatten unsere alten Körper also einiges auszuhalten, so dass wir uns erst mal für eine Stunde hinlegten.
Die Sonne schien, es war nur ein wenig diesig...dem Panoramacafe hatten wir noch keinen Besuch abgestattet...also ging es hoch in die 11. Etage unseres Hotels.
Hier befindet sich nämlich das kleine, drehbare Cafe das den Blick freigibt  über den herrlichen Strand und Kolberg.

der Rest kommt auch noch..

Mittwoch, 28. August 2019

TAG 13 - 28. August

Der morgendliche Blick aus dem Fenster;

Auto noch da...

Blick aufs Meer

Blick zur Sonne



Der Wetterbericht versprach einen heißen Morgen aber Gewitter am Nachmittag... aber immer stimmt der ja auch  nicht.
Morgens wieder das Übliche... und 14 Uhr Räder ausgeborgt und los ging´s in Richtung Hafeneinfahrt und Leuchtturm in Kolberg.


Ziele waren der östliche Wellenbrecher an der Hafeneinfahrt, der Leuchturm, schön Kaffeetrinken... und was dann das Wetter noch zu lässt.
Der Radweg führte wieder herrlich durch die vordere Uferpromenade.. immer schön im Schatten entlang - bis zum Wellenbrecher sind es 4,3km.

Unterwegs  hielten wir aber erst noch am Denkmal der "Vermählung mit dem Meer"- Dieses wurde zum Andenken an den 18. März 1945 errichtet, an dem Polen wieder einen Zugang zum Meer bekam.



Links im Hintergrund die Seebrücke



Dann ging es weiter Richtung Hafeneinfahrt





Das Leuchtfeuer auf dem östlichen Wellenbrecher leuchtet rot.

Der Blick zurück  zur Seebrücke

Die Wellenbrecher





Der Blick zurück nach Kolberg



Blick auf den westlichen Wellenbrecher mit grünem Licht

Mit diesen "Piratenschiffen" kann man ein Stück ins offene Meer rausfahren.
 
Hier kommt gerade so ein Schiff in die Hafeneinfahrt.

Ein Panoramabild

Jetzt hatten wir uns eine Kaffeepause verdient.  Es gab wieder einen leckeren Eiskaffee.




Und nochmal der Blick auf die Seebrücke

Die ließ sich füttern.
Ich wollte dann noch auf den Kolberger Leuchtturm, weil man von oben einen herrlichen Überblick hatte. Der  heutige Leuchtturm  ist eines der Wahrzeichen von Kolberg. Der 1945 erbaute Turm ist 26m hoch und steht am rechten Ufer der Persante auf Ford Münde, einem erhaltenen Teil der Befestigungsanlagen des alten Kolbergs.
 Etwas zur Geschichte des Turms:
1666 entstand der 1. Leuchtturm an der Mündung der Persante, sein Licht wurde aber nur im Bedarfsfall angezündet. Um 1700 war er schon nicht mehr in Betrieb.  Erst 1866 gab es an der östlichen   Mole ein  durchgängig betriebenes Leuchtfeuer. Während der Belagerung Kolbergs am 13. März 1945 ließ der deutsche Hafenkommandant den Leuchtturm aus taktischen Gründen sprengen.



 Der neue Leuchtturm war eines der 1. Gebäude, das in der zu über 90% zerstörten Stadt wieder errichtet wurde.

Blick auf den Hafen
 




Als ich vom Leuchtturm runter kam... begann es zu regnen... kurze Zeit später zu gewittern und wolkenbruchartig zu regnen. Wir mussten uns gut eine Stunde unterstellen. Gegen 17 Uhr kauften wir dünne Capes um  nicht total aufgeweicht im Hotel anzukommen.




Dienstag, 27. August 2019

TAG 12 - 27. August

Das übliche Prozedere morgens,
Schwimmen, Wassergymnastik, Frühstück, diesmal hatte jeder von uns Beiden Ganzrückenmassage... ich muss hinterher erst relaxen, der Masseur macht seine Arbeit gut,  Walter bekommt ja wegen seiner Blutverdünnung nur die Lightvariante. Walter hatte noch  Kältebehandlung und ich durfte ins Kohlensäurebad.  Nach Massage und Bad musste ich mich ausruhen, das schlaucht nämlich... Walter nutzte die Zeit, um eine Runde in der Sauna zu schwitzen. 
Heute war ein richtiger Hochsommertag, wir hatten  28 - 30 Grad - also beschlossen wir einen Strandtag einzulegen... rasch alles zusammengepackt und einen Strandkorb gemietet. Ich freute mich riesig auf das Schwimmen in der Ostsee. Aber,,, als wir uns den Strand anschauten - kaum einer im Wasser. Als ich dann auch runter ans Wasser kam, war mir klar warum... das Wasser hatte vielleicht 16 Grad. Brrr. Ich wollte ja bis zur Boje schwimmen... aber es ging einfach nicht... der Körper reagierte derart heftig auf die Kälte, dass ich dachte, ich komme gar nicht mehr zurück. So etwas hatte ich überhaupt noch nicht erlebt. Walter ging es kurze Zeit danach ähnlich.

Allein auf weiter Flur

Also sonnten wir uns, lasen, holten uns einen Kaffee to go und wieder einen Becher Himbeeren und quatschten mit den Nachbarn...Ein Stück im seichten Wasser laufen, ging gerade noch.
Halb 6 packten wir unsere Sachen zusammen, und setzten uns auf den Balkon von unserem Flur, um der Livemusik in der Strandbar zu lauschen.... herrliche Evergreens.


Auch am Abend war es heute ganz lau - ohne Wind -  und so saßen wir draußen auf der Terrasse mit Blick aufs Meer bei einem Gläschen Wein und unterhielten uns mit einem Leipziger Ehepaar... sogar getanzt haben wir.


Montag, 26. August 2019

TAG 11 - 26. August

Hallo Freunde...
 das Prozedere war  morgens... wie immer.
"Freizeit" war wieder .. nach einer Stunde Relaxen.. ab 14 Uhr. Wir hatten uns schon zu Hause vorgenommen mal nach Uniescie (deutsch Nest)zu fahren. Von hier sind das so ca 40 km... je nachdem, wie man fährt.
Unsere Hinfahrt führte uns über Gaski, die Rückfahrt über die schnellere A11.


Es war eine interessante Fahrt, weil wir mal etwas mehr vom "Hinterland" gesehen haben.  Wir haben viel  Neues beobachtet,..Ferienanlagen... vor allem in Ostseenähe aber auch Altes, Verlassenes.
In Gaski.. einem verhälnismäßig altem Dorf..es wurde erstmals 1288 urkundlich erwähnt, machten wir Zwischenstation.... wir sahen einen wunderschönen ziegelroten Leuchtturm und erfuhren,
dass dieser in  den Jahren 1876 bis 1878  ca. 120m vom Ufer entfernt gebaut wurde, der mit einer Höhe von 50m weithin zu sehen ist.  Anfangs leuchtete er 35km weit, später dann 43km. Im Krieg wurde die Optik teilweise gestört, seit 1948 aber wieder in Betrieb.

Ich bin natürlich die 200 Stufen hochmarschiert, um den Blick von oben zu genießen.





200 davon
Der Blick von oben:




Die Optik
Ich bin oben

Der Zugang zur Ostsee


Weiter gings in Richtung Mielno - den Beginn der Nehrung, durch herrliche Alleen .. an denen Linden stehen, die mehr als 150 Jahre als sind und an landwirtschaftlichen Betrieben vorbei.





Eine Nehrung ist ein schmaler, langgestreckter Landstreifen, der ein Haff oder eine Lagune vom offenen Meer trennt, sie sind typisch für gezeitenlose Meere wie die Ostsee. ( lt.  Onkel Google),

Die Nehrung, die wir anschauen, bzw befahren wollen, trennt die Ostsee vom Jamunder See. Sie ist 500 bis 700m breit und ca.10km lang.
Auf der Nehrung liegen die Orte Mielno, Uniescie, Czajcze und Lazy. SOO dicht besiedelt hatten wir uns die Nehrung nicht vorgestellt!!!
Auf der Höhe von Uniescie sah man in der Tat beim Autofahren von der Straße aus recht den Jamunder See und links die Ostsee.

Auf diesem kleinen schmalen Stück Land gab es außer Urlauberwohnungen, Campingplätzen, Hotels und jeder Menge "Buden" zum Einkaufen oder Essen noch DREI Besonderheiten.

1. In Uniescie gab es im 2. Weltkrieg einen Fliegerhorst, auf dem Piloten für Seekampflugzeuge ausgebildet wurden... diese Gebäude existieren noch... teils verfallen, teils als Werkhallen einfachster Art umfunktioniert.

Der Jamunder See




 2.

geht quer durch die Nehrung als Verbindung von Jamunder See zur Ostsee ein ca.600m langer Kanal,der mit Geldern der EU ausgebaut wurde . Außerdem wurde ein Sturmflutwehr errichtet, welches die auf der schmalen Nehrung liegenden Orte während der Herbst- und Winterstürme vor Überschwemmungen sichern sollte.
Zwar hat das auf halber Strecke des Kanals  liegende Wehr mehrfach Sturmschäden verhindert- aber selbst bei geöffnetem Wehr wird der für Tier und Pflanzenwelt notwendige Austausch zwischen
süßem See und salzigem Ostseewasser nicht gewährleistet.Sodass es im Ökosystem der Ufergebiete schon Schäden gibt.

Wehr mit Toren... heiß umstritten
600m langer Kanal

Der Kanal mit der Mauer






Hier gibt es herrliche Dünen und Strandgras

Ein Stück weiter  schauten wir uns die 3. Besonderheit an, nämlich kleine Wanderdünen und eine  zum Teil 2 bis 7m hohe Steilküste



Hier kann man die Kräfte des Wassers und des Windes erahnen.
Zurück dauerte die Fahrt auf dem kurzen Weg eine Stunde.. rasch duschen, zu Abend essen ( Walter hatte mir ein leckeres polnisches Schwarzbier bestellt)  .. dann musste ich noch zur Rückenmassage -  den Vormittagstermin hatte ich nämlich vergeigt😡😖... Man muss  höllisch aufpassen, dass man immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort.. und mit der richtigen "Montur" ist.

Mit Tagesbericht schreiben beschloss ich den Tag.